Rückblick 2009

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17. Januar - "Einkehr im Januar"

Brauchen Banken Ethikregeln?
Das war ein interessantes Thema für eine "Einkehr in Emmaus"!

Dr. Peter Schlüter wollte über seine Aufgaben im Ethikrat der Europäischen Zentralbank berichten.

Auch eine Hausfrau, die sich nicht um die finanziellen Dinge des Haushalts kümmern muss, interessiert sich für Ethik (sprich Anstand, Moral) bei Banken. Ausgerechnet sie wurde gefragt, von dem Abend zu berichten.

Dr. Schlüter, der lange vor der Bankenkrise dieses Referat zugesagt hatte, war seit dem Ausbruch der Turbulenzen um Banken und "unser Geld" gezwungen, sich ganz neu in das Thema einzuarbeiten - er wusste, die Zuhörer wollten viel mehr wissen, als nur seine Aufgabenbeschreibung bei der EZB zu verstehen.

Der Stoß Papier (alles Informationen über das Desaster), den er durchgearbeitet hatte, war immens.

Was ist in diesem schlimmen Jahr 2008 alles passiert? Große internationale Finanzinstitute verschwanden von der Bildfläche. Weltweit erlitten Anleger gewaltige Vermögenseinbußen. Ganze Märkte brachen zusammen. Regierungen und Notenbanken stellten gigantische Finanzhilfen zur Verfügung, um das internationale Bankensystem (das Schmiermittel der Welt-Wirtschaft) zu retten. Die Finanzkrise löste eine Wirtschaftkrise aus, deren Folgen wir noch nicht absehen können.

Die Menschen haben auf diese Bankenkrise mit Unverständnis, Ratlosigkeit und Zorn reagiert. Wenn man von den Einkünften mancher Bankmanager las, endete die Wut in dem Wort "Gier".

Da die Zusammenhänge aber sehr komplex sind, sollte der Abend sich auf das sozusagen neue Thema "Banken im Spannungsfeld von Geschäftserfolg und ethischem Wohlverhalten" beziehen.

Sehr deutlich hat Bundespräsident Horst Köhler, der ja aus dem Banken- und Finanzwesen kommt, Ende November bei einem Europäischen Bankenkongress einen Appell an die Zuhörer gerichtet, sich wieder auf die Tugenden des soliden Bankiers (des ehrbaren Kaufmanns) zu besinnen. Der Bundespräsident mahnte eine Orientierung am Gemeinwohl an, die aber keinen davon abhalten solle, Zitat: "in scharfem Wettbewerb der Beste auf dem Markt zu sein". Er spannte den Bogen zwischen Streben nach ökonomischen Erfolg und moralischen Werten. "Wir brauchen bei aller Schärfe des Wettbewerbs eine Kultur der Gemeinsamkeit. Wir brauchen schlicht Anstand". Dies hört sich an wie ein Spagat, den ich in der Jugend schon nicht gut konnte.

Selbst Josef Ackermann sagte auf die Frage der FAZ im Mai 2008, ob es nicht ein Versagen der Manager sei: "Von Versagen würde ich nicht sprechen. Aber wir müssen uns künftig viel mehr auch mit den moralischen Dimensionen unseres Tuns auseinandersetzen und den Menschen in Wort und Tat zeigen, dass Moral und Markt kein Gegensatz sind, sondern ganz im Gegenteil, dass die Marktwirtschaft die beste aller bekannten Ordnungen ist, nicht nur im Hinblick auf ihre Effizienz, sondern auch in punkto Moral". Große Worte, sagt da die Hausfrau.
Wie gesagt, die Bedingungen, unter denen es zur bewussten Krise kommen konnte, sind sehr komplex. So hat eine Bank eine Anzahl externer Rahmenbedingungen, die vorgegeben sind, was wiederum eine geringere Anzahl interner Gestaltungsspielräume nach sich zieht. Zum einen ist dies die bankpolitische, geschäftliche Ausrichtung der Institute, zum anderen ein Rahmenwerk mit bindenden Verhaltensregeln für das Personal der Bank und darüber hinaus geeignete Überprüfungsmethoden. Ein solches Ethikmanagement hat heute jede große Bank.

Doch inwieweit sind die Banken dem Anspruch tatsächlich gerecht geworden, wirtschaftlichen Erfolg zu erreichen, ohne den Anspruch auf moralisches Wohlverhalten aufzugeben?

Den Anspruch an wirtschaftlichen Erfolg haben die Banken mit Bravour erfüllt. Sie sind größer geworden. Sie wurden internationaler, schlossen sich mit anderen Banken zusammen, stellten sich den wachsenden Märkten und dem technologischen Wandel durch Internet, E-Mail und Online-Banking.

Um im großen Bankenkonzert weltweit erfolgreich mitzuspielen, kamen Produktinnovationen hinzu, u.a. sogenannte Derivate. So konnte man Kreditforderungen weiter verkaufen und hatte wieder Eigenkapital zur Vergabe neuer Kredite. Es wurden Kredite an Kreditnehmer vergeben, die eine ordnungsgemäße Rückzahlung nicht leisten konnten (Immobilienkrise in USA).

Kurz, für den Bankkunden entstand eine mangelnde Transparenz, sowohl für den Anleger, wie auch für manchen Manager und Kundenberater. Statt die Kunden vor diesen Undurchsichtigkeiten zu warnen, überredete man viele Kunden, ihr Geld durch angeblich hohe Zinsgewinne zu vermehren, obwohl man auch als Bankangestellter selbst nicht so genau durch diesen Wald hindurchsah.

Viele kleine Sparer, aber auch Vermögende fielen darauf herein. Dr. Schlüter berichtete auch von kirchlichen Würdenträgern, die gespendetes Geld höher verzinsen wollten und damit glaubten, wieder mehr Kapital für gute Zwecke zu haben. Auch sie stehen nun oft vor einem Scherbenhaufen, wie viele kleine Anleger.

Gibt es einen Weg aus der Krise?

Es müssen ordentliche Regelwerke ausgearbeitet werden, an die man sich halten sollte. Und sie müssten weltweit Beachtung finden. Eigentlich hat man sie schon, ebenso wie den Corporate Governance Kodex für die Unternehmensleitung. Leider sind diese Regeln keine Gesetze und können vor Gericht nicht eingefordert werden. Die Finanzbranche muss sich wieder an ethische Leitbilder halten. Unternehmensethisches Wohlverhalten kann nur über die Mitarbeiter gelingen. Durch geeignete Schulungen kann man Verständnis für ethische Fragen wecken.

Der Ökonom Paul Krugman, der im letzten Jahr den Nobelpreis für Wirtschaft erhielt, brachte das scheinbare Dilemma zwischen wirtschaftlichem und moralischem Handeln im November letzten Jahres auf den Punkt: "Schlechte Moral, schlechte Ökonomie"! Hoffen wir auf mehr Anstand!

Helga Dietrich

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17. Januar - "Einkehr im Januar"

Zunächst machte Walter Lachner mit einigen grundsätzlichen Problemen Japans bekannt, die vorgegeben sind: dieser Staat aus vier großen und unzähligen kleinen Inseln erstreckt sich von Hokkaido bis Okinawa über 3000 km und damit etliche Klimazonen. Nur etwa 30% der Fläche sind für größere Ansiedlungen oder Landwirtschaft geeignet. Gegen die häufigen, auch vielen kleinen Erdbeben erwiesen sich Holzhäuser am widerstandsfähigsten - aber deshalb ist Tokio auch schon zweimal völlig abgebrannt. Inzwischen prägen Beton und Hochhäuser das Bild. Eine vierköpfige Familie bewohnt im Durchschnitt 25 qm. Das geht nur, weil das Schlafen auf Matten, die morgens zusammengerollt werden, Schlafzimmer entbehrlich macht. Voll Bewunderung sprach Herr Lachner von vier Schriften, die ein Gebildeter beherrschen müsse. Für Touristen beschwerlich ist, dass man die Landkarten und Fahrpläne nicht lesen kann. Straßennamen und Hausnummern sind ohnehin nicht gebräuchlich (inzwischen wird manches auch in englischer Sprache angezeigt). Eindrucksvoll war das Bild des riesigen General Mc Arthur neben dem kleinen Tenno, der die Kapitulation nach zwei Atombombenabwürfen gegen das praktisch regierende Militär durchsetzte.
Da Herr Lachner 90 Minuten angekündigt hatte, blieben nach dem eigentlichen Ende des Einkehr-Gottesdienstes nach 60 Minuten alle sitzen und erfreuten sich noch an Bildern des Fujiyama und der auch sonst schönen Landschaft - überall ist das Meer nahe. Man sah, dass die prächtigen Kimonos ebenso selbstverständlich sind wie moderne Kleidung. Er zeigte den Shinkansen, den schnellen Zug, und die Kirschblüten, den mühsamen Reisanbau und den Fischmarkt, auf dem man sich seinen Fisch aussucht. Das letzte Bild zeigte einen schön dekorierten Teller mit Sushi - Shinto kam, wie angemerkt wurde, zu kurz. Aber ohnehin wurde ein zweiter Japanabend gewünscht, um mehr von Herrn Lachners beruflich wie privat gesammelten Eindrücken zu hören und sehen, und da kann das nachgeholt werden.
Der Termin für die Fortsetzung der Japan Einkehr steht schon fest: Samstag, 16. Mai 2009 um 18 Uhr im Gemeindehaus, alt Eschersheim 22.

Gertrud Thiels

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Mai - Abschied vom Zivi

Der Zivi kommt, der Zivi geht - neun Monate sind schnell vergangen


Nun ist es Zeit Abschied als Zivildienstleistender der Emmausgemeinde zu nehmen. Als ich vor neun Monaten anfing, hoffte ich, während meiner Zeit in Emmaus einen guten Beitrag für die Kirchengemeinde im Rahmen des Zivildienstes zu leisten. Meine Tätigkeit erwies sich als außerordentlich abwechslungsreich und interessant.
Zum einen war ich in der Gemeinde als Hilfe für den Hausmeister/Küster und die Sekretärin eingesetzt. Ich habe hier sehr nützliche Dinge im praktischen Handwerk und der Gartenarbeit sowie in der Büroarbeit gelernt und das eine oder andere Mal, so hoffe ich, auch für Entlastung gesorgt. Das sehr gute und höfliche Arbeitsklima in der Gemeinde verdient aus meiner Sicht eine besondere Erwähnung.
Ferner betreute ich einige ältere Menschen, die Hilfe in ihrem Alltag brauchten oder einfach nur einen Gesprächspartner suchten. Hier habe ich mit Sicherheit sehr wichtige und tief gehende Erfahrungen gesammelt, auf die ich in Zukunft zurückgreifen kann.
Zudem war ich zweimal in der Woche in den beiden Kindergärten der Emmausgemeinde tätig und gestaltete zum Beispiel die Gartenhütte in der Kita Im Uhrig mit oder hatte ebenso Freude am Fußball spielen wie die Kinder.
Nicht vergessen möchte ich auch meine Arbeit bei Schwester Renate im Bauwagen, in dem Altkleider für die Ukraine-Moldawien Hilfe gesammelt, sortiert und verpackt werden. Den Bauwagen halte ich für eine sehr sinnvolle und hilfreiche Einrichtung.
Abschließend möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Gemeindemitgliedern, mit denen ich zu tun hatte, für die gute Zeit bedanken und wünsche der ganzen Emmausgemeinde alles Gute.

Michael Rahlwes

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Einkehr im September

"Vox est anima verbi - die Stimme ist die Seele des Wortes; von der Klangwerdung Wort Gottes."


Der Einkehrgottesdienst im September hatte als Thema: "Vox est anima verbi - die Stimme ist die Seele des Wortes; von der Klangwerdung Wort Gottes." Karen Schmitt, die Kirchenmusikerin der Emmausgemeinde, war die Referentin.
Es ging um die Frage, wie (auf welche Weise) gehen und gingen wir Menschen mit dem Wort des lebendigen Gottes um .Es ging dabei nicht nur um Musik als Kunst oder um Theologie, sondern darum, dass in der Musik, dem Gesang, der Weise, das Wort Gottes und der heilige Geist erlebbar sein sollen und lebendig werden.
Es war ein sehr anspruchsvoller Vortrag - musikgeschichtlich, theologisch, philosophisch -, aber Karen Schmitt sprach so anregend und überzeugend, dass auch ich (die Schreiberin dieses Artikels) als musikalische Laienfrau aufmerksam und ohne abzuschweifen zugehört habe. Das gab mir dann auch den Mut, meine vor dem Gottesdienst gegebene Zusage, einen Bericht für das Gemeindeblatt zu schreiben, auch danach einzuhalten. Ich versuche Ihnen, liebe Gemeindemitglieder, eine großzügige Zusammenfassung zu geben, unter Hinzuziehung einiger Zitate, die ich mitgeschrieben habe.
Der Anfang der Klangwerdung von Gottes Wort geschah schon ganz früh, nämlich in den Klöstern (ca:700 n. Chr.). Der Novizenmeister las täglich dem jungen Klosterbruder einige Zeilen aus der Bibel vor, die dieser so lange nachsprechen musste, bis er sie in- und auswendig konnte. Deswegen musste er auch um selbst die Bibel zu "lesen", den gelernten Text auswendig laut sprechen. Und wenn er die biblischen Texte anderen vermitteln wollte, trug er schon aus seinem Glauben heraus die Zeilen "klangvoll" vor, um seine Zuhörer zu gewinnen.
Dieses Einüben in den Klang des lebendigen Wortes könnte man als ursprüngliches Meditieren im christlichen Sinn bezeichnen. Im Römer 10.27 heißt es: "Der Glaube kommt aus dem Hören."
Eine Weiterentwicklung des gesprochenen "klangvollen" Wort Gottes waren die gregorianischen Gesänge (um 900 n. Chr.). Karen Schmitt hat sich mit ihnen eingehend beschäftigt und führte uns in die damalige Form der Notenschreibung (Notation genannt) ein. Dazu hörten wir Beispiele am Klavier oder von der CD. Der Kirchenlehrer Augustinus hat gesagt: "Wer singt, betet doppelt." Ein weiteres Zitat hierzu von Christa Reich (Kirchenmusikerin von heute): "Singen ist Zeugnis, weil durch die singende Stimme ´das Wort´ Fleisch wird. Es gewinnt Gestalt im Menschen und für Menschen. Es geht ein in Zeit und Raum. Es wird sinnenhaft erfahrbar, es wird gehört. Singen bringt `das Wort` in die Welt."
Luther war die Kirchenmusik auch ganz wichtig. Er schrieb u.a. hierzu: "Sie ist eine Gabe Gottes, weil sie den Teufel vertreibt, weil sie unschuldige Freude macht. Den ersten Platz gebe ich der Musik nach der Theologie."
Die Psalmenlieder sind ein ganz besonders eindrucksvolles Beispiel vom klanggewordenem Wort Gottes, unabhängig davon, ob es sich um eine frühere oder moderne Vertonung handelt. Denn bei Kirchenmusik steht der Komponist im Hintergrund. Kirchenmusik ist eine Musik zur Ehre und zum Lobe Gottes. Das heißt, alle unsere schönen Kirchenlieder im Gesangbuch sind das klanggewordene Wort Gottes.

Heidi Rose

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Erntedank

Danke sagen und Danke tun


Viele Kinder und Eltern kamen am Erntedankfest in das Gemeindehaus, um zusammen den Kindergottesdienst zu feiern. Die meisten hatten etwas mitgebracht z.B. Äpfel, Birnen, Pflaumen, Zucchini, Kürbis. Alles wurde auf dem Altar dekoriert, so dass ein schöner bunter Gabentisch bewundert werden konnte.
An diesem Sonntag begrüßten die Kindergottesdienst-Kinder und die Kinder der Teeny-Kirche die Offene Eltern-Kind-Gruppe für Kinder bis 3 Jahre von Katharina Heusel, die sich immer dienstags im Gemeindehaus trifft Diese Gruppe bereicherte die Erntedank-Dekoration mit einem selbstgebastelten Baum.
Der gesamte Gottesdienst drehte sich um die Themen DANKE SAGEN und DANKE TUN. Für was die Kinder DANKE SAGEN wollten, konnten sie auf einen bunten Papierapfel schreiben und an den Baum hängen, der dadurch noch schöner wurde. Sie dankten zum Beispiel für das Essen, ihre Familie, Gesundheit, ihre Freunde und die Sonne. Auch mit Liedern und Gebeten sagten alle Danke. Eine Geschichte über Bauern in Peru zeigte uns, wie man DANKE TUN kann. Wir setzten das Gehörte gleich um und teilten uns Brot.
Fröhlich gingen alle auseinander, aber nicht mit leeren Händen. Jede Familie hatte eine bunte Spendenbox von "Brot für die Welt". In diesen Boxen in den unterschiedlichsten Formen - Fisch, Weltkugel, Ball oder Schweinchen - kann Geld gespart und gespendet werden zum DANKE TUN.

Silke Schrupp

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2.-4. Oktober 2009 - Familienfreizeit in Bodenrod

Ach war das schööön........


Die Familienfreizeit unter dem diesjährigen Motto "Vom Wünschen und Sehnen" rund um das Thema Märchen führte uns wieder einmal in das schöne Haus Bodenrod, gelegen im idyllischen Naturpark Hochtaunus.
Dieser Ort bietet familiengerechte Unterkünfte und viel Raum zum Spielen und Entspannen.
Besonders schön war der zum Gelände gehörende große Spielplatz, die vielen Tiere um das Haus herum und das gemütliche Kaminzimmer.
Einen herzlichen Empfang bereiteten uns die Organisatoren und "helfenden Hände", Schwester Heidemarie, das Ehepaar Kress, Christiane Schott und Pfarrerin Elke Jung. Nachdem die gemütlichen Zimmer bezogen und die selbstgebastelten Namens-Buttons hergestellt waren, erwartete uns ein rustikales Abendbuffet unter anderem mit ganz leckerem Brot aus der hauseigenen Backstube. Nach einer lustigen Kennenlernrunde mit dem "Dackel Waldemar" und Märchen-Pantomime wurden die Kinder im Spiel- und Bastelzimmer betreut, während die Erwachsenen sich im bereits erwähnten Kaminzimmer wiederfanden, um der Entstehungsgeschichte der Märchen zu lauschen.
Nicht allein die aufregende Schnitzeljagd durch das bewaldete Gelände, bei der es am Ende natürlich nur Gewinner gab, war Höhepunkt des Samstages. Ob Linsen und Erbsen sortieren, Fäden aufwickeln oder Märchenfragen beantworten und Kronen basteln, es war für alle was dabei und zum Schluss durfte jeder in die Schatzkiste greifen. Das Märchen "Hans im Glück" stand im Mittelpunkt und gab Anlass zum Gedankenaustausch auf ganz verschiedenen Ebenen. Wie kann man das Märchen auf unseren Alltag übertragen? Möchte jeder heute ein "Hans im Glück sein"? Auch der Besuch einer professionellen Märchenerzählerin am Abend war etwas ganz Besonderes, denn dabei kamen auch mal die Erwachsenen in den seltenen Genuss Märchen erzählt zu bekommen. Ein Märchen aus Indien und der Türkei sowie ein deutsches, eher unbekanntes Märchen vom Prinzen in der Eselshaut ließen uns eintauchen und versinken in eine andere märchenhafte Welt.
Die Abende klangen mit viel Musik, Gesang und Gesprächen aus. Alle waren sich nach einem letzten gemeinsamen Spaziergang am Sonntag nach dem Mittagessen einig: Auch das nächste Jahr sind wir wieder mit dabei.
Ein großes Lob und Dankeschön nochmal an Christiane Schott, Elke Jung , Sr. Heidemarie und Familie Kress, die uns dieses märchenhafte Wochenende beschert haben!
Lust auf Haus Bodenrod bekommen? Schauen Sie doch mal unter www.bodenrod.de Vielleicht bis zur nächsten Familienfreizeit im wunderschönen Bodenrod?

Stefanie Listmann, Sabine Bürkle, Heike Krannich

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Ukraine-Moldawien-Hilfe aktuell

Ukraine-Moldawien-Hilfe aktuell


Um einmal zu sehen, wie sinnvoll und dringend notwendig unsere Ukraine-Moldawien-Hilfe mit ihren Sach- und Geldspenden ist, machte sich Sr. Renate Hirschmann in einer kleinen Gruppe von insgesamt 5 Leuten für 8 Tage auf den Weg in die Ukraine. Der Flug ging von Frankfurt nach Kiew. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung dort ging es per Bus weiter nach Gernihiv.
Mittlerweile waren dort auch zwei der Hilfstransport-LKWs eingetroffen. Wie schwierig gestaltet sich jedes Mal aufs Neue das Abwickeln der Zollformalitäten, wie riesig ist andererseits die Freude vor Ort, wenn die Hilfsgüter verteilt werden. Ob bei Besuchen in der christlichen Mission, in Krankenhäusern, Behindertenheimen oder Schulen, überall waren die Gäste aus Deutschland auf herzlichste willkommen und die Dankbarkeit derjenigen, die die Hilfe empfangen, war jeweils übergroß.
In einem weiteren Ort gab es Gottesdienstbesuche bei rumänischen Baptisten und in dieser Gemeinschaft konnten Glaubenserfahrungen miteinander geteilt werden und so entstand sofort eine enge Beziehung.
Es war eine sicher sehr anstrengende, aber auch sehr beeindruckende Reise, von der Sr. Renate im Seniorenclub am Mittwoch, dem 21. April und in der Einkehr in Emmaus am Samstag, dem 17.4.2010 ausführlich berichten wird. Merken Sie sich einer der beiden Termine also unbedingt vor.


"Dank an die Weihnachtswichtel

In diesem Zusammenhang möchten wir all denjenigen danken, die wieder so eifrig und liebe- voll Weihnachtspäckchen für die Kinder in der Ukraine und in Moldawien gepackt haben.
Dort wird Weihnachten erst am 6. Januar gefeiert, und so kamen die Päckchen aus Deutsch- land sicher noch rechtzeitig an, und sie werden viel Freude geschenkt haben.
Besonderer Dank gilt dabei den Kindern, Eltern und Lehrerinnen der Grundstufe der Peter- Petersen-Schule, die sich schon seit ein paar Jahren mit so großem Engagement an dieser Aktion beteiligen. Das erfreut nicht nur die Menschen dort in der Ferne, sondern auch uns von der Emmausgemeinde, die wir dankbar sind, dass die Ukraine-Moldawien-Hilfe eine allseits so große und großzügige Unterstützung auch in unserem Stadtteil erfährt.

Elke Jung

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