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Rückblick 2009 |
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Artikelübersicht (zu den Beiträgen aus --> 2004, --> 2005, --> 2006, --> 2007), --> 2008): |
17. Januar - "Einkehr im Januar" |
| Brauchen Banken Ethikregeln? Dr. Peter Schlüter wollte über seine Aufgaben im Ethikrat der Europäischen Zentralbank berichten. Auch eine Hausfrau, die sich nicht um die finanziellen Dinge des Haushalts kümmern muss, interessiert sich für Ethik (sprich Anstand, Moral) bei Banken. Ausgerechnet sie wurde gefragt, von dem Abend zu berichten. Dr. Schlüter, der lange vor der Bankenkrise dieses Referat zugesagt hatte, war seit dem Ausbruch der Turbulenzen um Banken und "unser Geld" gezwungen, sich ganz neu in das Thema einzuarbeiten - er wusste, die Zuhörer wollten viel mehr wissen, als nur seine Aufgabenbeschreibung bei der EZB zu verstehen. Der Stoß Papier (alles Informationen über das Desaster), den er durchgearbeitet hatte, war immens. Was ist in diesem schlimmen Jahr 2008 alles passiert? Große internationale Finanzinstitute verschwanden von der Bildfläche. Weltweit erlitten Anleger gewaltige Vermögenseinbußen. Ganze Märkte brachen zusammen. Regierungen und Notenbanken stellten gigantische Finanzhilfen zur Verfügung, um das internationale Bankensystem (das Schmiermittel der Welt-Wirtschaft) zu retten. Die Finanzkrise löste eine Wirtschaftkrise aus, deren Folgen wir noch nicht absehen können. Die Menschen haben auf diese Bankenkrise mit Unverständnis, Ratlosigkeit und Zorn reagiert. Wenn man von den Einkünften mancher Bankmanager las, endete die Wut in dem Wort "Gier". Da die Zusammenhänge aber sehr komplex sind, sollte der Abend sich auf das sozusagen neue Thema "Banken im Spannungsfeld von Geschäftserfolg und ethischem Wohlverhalten" beziehen. Sehr deutlich hat Bundespräsident Horst Köhler, der ja aus dem Banken- und Finanzwesen kommt, Ende November bei einem Europäischen Bankenkongress einen Appell an die Zuhörer gerichtet, sich wieder auf die Tugenden des soliden Bankiers (des ehrbaren Kaufmanns) zu besinnen. Der Bundespräsident mahnte eine Orientierung am Gemeinwohl an, die aber keinen davon abhalten solle, Zitat: "in scharfem Wettbewerb der Beste auf dem Markt zu sein". Er spannte den Bogen zwischen Streben nach ökonomischen Erfolg und moralischen Werten. "Wir brauchen bei aller Schärfe des Wettbewerbs eine Kultur der Gemeinsamkeit. Wir brauchen schlicht Anstand". Dies hört sich an wie ein Spagat, den ich in der Jugend schon nicht gut konnte. Selbst Josef Ackermann sagte auf die Frage der FAZ
im Mai 2008, ob es nicht ein Versagen der Manager sei: "Von Versagen
würde ich nicht sprechen. Aber wir müssen uns künftig viel mehr auch
mit den moralischen Dimensionen unseres Tuns auseinandersetzen und den
Menschen in Wort und Tat zeigen, dass Moral und Markt kein Gegensatz
sind, sondern ganz im Gegenteil, dass die Marktwirtschaft die beste
aller bekannten Ordnungen ist, nicht nur im Hinblick auf ihre Effizienz,
sondern auch in punkto Moral". Große Worte, sagt da die Hausfrau. Doch inwieweit sind die Banken dem Anspruch tatsächlich gerecht geworden, wirtschaftlichen Erfolg zu erreichen, ohne den Anspruch auf moralisches Wohlverhalten aufzugeben? Den Anspruch an wirtschaftlichen Erfolg haben die Banken mit Bravour erfüllt. Sie sind größer geworden. Sie wurden internationaler, schlossen sich mit anderen Banken zusammen, stellten sich den wachsenden Märkten und dem technologischen Wandel durch Internet, E-Mail und Online-Banking. Um im großen Bankenkonzert weltweit erfolgreich mitzuspielen, kamen Produktinnovationen hinzu, u.a. sogenannte Derivate. So konnte man Kreditforderungen weiter verkaufen und hatte wieder Eigenkapital zur Vergabe neuer Kredite. Es wurden Kredite an Kreditnehmer vergeben, die eine ordnungsgemäße Rückzahlung nicht leisten konnten (Immobilienkrise in USA). Kurz, für den Bankkunden entstand eine mangelnde Transparenz, sowohl für den Anleger, wie auch für manchen Manager und Kundenberater. Statt die Kunden vor diesen Undurchsichtigkeiten zu warnen, überredete man viele Kunden, ihr Geld durch angeblich hohe Zinsgewinne zu vermehren, obwohl man auch als Bankangestellter selbst nicht so genau durch diesen Wald hindurchsah. Viele kleine Sparer, aber auch Vermögende fielen darauf herein. Dr. Schlüter berichtete auch von kirchlichen Würdenträgern, die gespendetes Geld höher verzinsen wollten und damit glaubten, wieder mehr Kapital für gute Zwecke zu haben. Auch sie stehen nun oft vor einem Scherbenhaufen, wie viele kleine Anleger. Gibt es einen Weg aus der Krise? Es müssen ordentliche Regelwerke ausgearbeitet werden, an die man sich halten sollte. Und sie müssten weltweit Beachtung finden. Eigentlich hat man sie schon, ebenso wie den Corporate Governance Kodex für die Unternehmensleitung. Leider sind diese Regeln keine Gesetze und können vor Gericht nicht eingefordert werden. Die Finanzbranche muss sich wieder an ethische Leitbilder halten. Unternehmensethisches Wohlverhalten kann nur über die Mitarbeiter gelingen. Durch geeignete Schulungen kann man Verständnis für ethische Fragen wecken. Der Ökonom Paul Krugman, der im letzten Jahr den Nobelpreis
für Wirtschaft erhielt, brachte das scheinbare Dilemma zwischen wirtschaftlichem
und moralischem Handeln im November letzten Jahres auf den Punkt: "Schlechte
Moral, schlechte Ökonomie"! Hoffen wir auf mehr Anstand! Helga Dietrich |
17. Januar - "Einkehr im Januar" |
| Zunächst machte Walter Lachner mit
einigen grundsätzlichen Problemen Japans bekannt, die vorgegeben sind: dieser
Staat aus vier großen und unzähligen kleinen Inseln erstreckt sich von Hokkaido
bis Okinawa über 3000 km und damit etliche Klimazonen. Nur etwa 30% der
Fläche sind für größere Ansiedlungen oder Landwirtschaft geeignet. Gegen die
häufigen, auch vielen kleinen Erdbeben erwiesen sich Holzhäuser am
widerstandsfähigsten - aber deshalb ist Tokio auch schon zweimal völlig
abgebrannt. Inzwischen prägen Beton und Hochhäuser das Bild. Eine vierköpfige
Familie bewohnt im Durchschnitt 25 qm. Das geht nur, weil das Schlafen auf
Matten, die morgens zusammengerollt werden, Schlafzimmer entbehrlich macht.
Voll Bewunderung sprach Herr Lachner von vier Schriften, die ein Gebildeter
beherrschen müsse. Für Touristen beschwerlich ist, dass man die Landkarten
und Fahrpläne nicht lesen kann. Straßennamen und Hausnummern sind ohnehin
nicht gebräuchlich (inzwischen wird manches auch in englischer Sprache
angezeigt). Eindrucksvoll war das Bild des riesigen General Mc Arthur neben
dem kleinen Tenno, der die Kapitulation nach zwei Atombombenabwürfen gegen
das praktisch regierende Militär durchsetzte. Gertrud Thiels |
Mai - Abschied vom Zivi |
| Der Zivi kommt, der Zivi geht - neun Monate sind schnell vergangen Nun ist es Zeit Abschied als Zivildienstleistender der Emmausgemeinde zu nehmen. Als ich vor neun Monaten anfing, hoffte ich, während meiner Zeit in Emmaus einen guten Beitrag für die Kirchengemeinde im Rahmen des Zivildienstes zu leisten. Meine Tätigkeit erwies sich als außerordentlich abwechslungsreich und interessant. Michael Rahlwes |
Einkehr im September |
| "Vox est anima verbi - die Stimme ist die Seele des Wortes; von der Klangwerdung Wort Gottes." Der Einkehrgottesdienst im September
hatte als Thema: "Vox est anima verbi - die Stimme ist die Seele des Wortes; von der Klangwerdung Wort Gottes." Karen Schmitt, die Kirchenmusikerin der Emmausgemeinde, war die Referentin. Heidi Rose |
Erntedank |
| Danke sagen und Danke tun Viele Kinder und Eltern kamen am Erntedankfest in das Gemeindehaus, um zusammen den Kindergottesdienst zu feiern.
Die meisten hatten etwas mitgebracht z.B. Äpfel, Birnen, Pflaumen, Zucchini, Kürbis. Alles wurde auf dem Altar dekoriert, so dass ein schöner
bunter Gabentisch bewundert werden konnte. Silke Schrupp |
2.-4. Oktober 2009 - Familienfreizeit in Bodenrod |
| Ach war das schööön........ Die Familienfreizeit unter dem diesjährigen Motto "Vom Wünschen und Sehnen" rund um das Thema Märchen führte uns wieder einmal in das schöne Haus Bodenrod, gelegen im idyllischen Naturpark Hochtaunus. Stefanie Listmann, Sabine Bürkle, Heike Krannich |
Ukraine-Moldawien-Hilfe aktuell |
| Ukraine-Moldawien-Hilfe aktuell Um einmal zu sehen, wie sinnvoll und dringend notwendig unsere Ukraine-Moldawien-Hilfe mit ihren
Sach- und Geldspenden ist, machte sich Sr. Renate Hirschmann in einer kleinen Gruppe von insgesamt 5 Leuten für 8 Tage auf
den Weg in die Ukraine. Der Flug ging von Frankfurt nach Kiew. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung dort ging es per Bus weiter
nach Gernihiv. "Dank an die Weihnachtswichtel In diesem Zusammenhang möchten wir all denjenigen danken, die wieder so eifrig und liebe-
voll Weihnachtspäckchen für die Kinder in der Ukraine und in Moldawien gepackt haben.
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